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2003 Weihnachten |
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Presseausschnitte
Brückenbauer (23.
Dezember 2003)
Gospel Joy im Oberwallis auf Tour
Seit Anfang Dezember ist Gospel Joy on Tour, und der Oberwalliser Chor gibt auch in der engeren Heimat vier Konzerte.
Vor 15 Jahren wurde im Oberwallis von der damaligen Musikschule «Musikallee 90» der «Lenox-Gospelchor» gegründet. Damals unter der Leitung der Amerikanerin Rhonda Dorsey wussten sich die 35 Sängerinnen und Sänger rasch einen Platz in der Oberwalliser Kulturlandschaft zu sichern. Den Kinderschuhen entwachsen, trennte sich der Chor fünf Jahre später von der Musikschule und gründete unter dem Namen «Gospel Joy» einen eigenen Verein. Unter Rhonda Dorsey gelang es dem Chor bis 1996 sowohl im Wallis als auch in der Deutschschweiz grosse Erfolge zu feiern. Keine Überraschung wenn man weiss, dass Dorsey selber jener Bevölkerungsschicht entstammt, welche diesen Musikstil ins Leben gerufen hat.
Gospel erobert die Welt
Die lebensbejahenden, fröhlichen und
spirituellen Gospelgesänge sind nichts anderes als das gesungene Evangelium der
schwarzen amerikanischen Bevölkerung. Vor Jahrhunderten als Sklaven auf den
neuen Kontinent verschleppt, wussten sich diese Menschen den Zusammenhalt und
die Zusammengehörigkeit in der neuen Welt in ihren rhythmischen Gesängen zu
wahren und zu erhalten. Aus ihren Liedern und Gesängen schöpften sie das
Vertrauen in eine bessere Zukunft, und in den Rhythmen kam die Hoffnung auf die
ersehnte Freiheit zum Ausdruck.
Mittlerweile ist der Funken
übergesprungen. Auf allen Kontinenten dieser Welt gehören Gospels zu den
Ohrwürmern, viel mehr, nach wie vor schöpfen Menschen aus diesen Gesängen Kraft
und Hoffnung.
Gospel Joy
Als 1996 Rhonda Dorsey das Oberwallis
verliess, wurde das schwere Erbe der Chorleitung von Fredy Mangisch übernommen.
In dieser Zeit geriet der Chor ins Wanken, und die Mitgliederzahl schrumpfte von
rund 80 auf 35 zusammen. Mangisch gelang es jedoch mit seinem besonderen Talent,
den verbliebenen Chormitgliedern den Ursprung und die Seele des Gospels
sozusagen einzuverleiben, und Gospel Joy ist zurzeit erfolgreicher denn je und
hat wiederum über 80 Mitglieder.
Konzerte in der übrigen Schweiz und im
benachbarten Ausland gehören inzwischen zum festen Jahresprogramm des Chors. Bei
jedem Auslands-Engagement werden neue Bekanntschaften geknüpft, die wiederum
Anfragen und neue Einladungen zur Folge haben.
Erweitertes Repertoire
Gospel Joy beschränkt sich in seinem
Repertoire nicht mehr nur auf traditionelle Gospelsongs, sondern auf
alles, was sich an die Philosophie des Gospels anlehnt. Deshalb reicht die
Palette von traditionellem Gospel über Blues, Rock bis hin zu Reggae, aber auch
kuschelige Liebes-Balladen und andere Rhythmen tragen den Grundgedanken des
Gospels: Hoffnung, Liebe, Geborgenheit und den Glauben an die Allgegenwart von
Gott.
Dabei ist auch Fredy Mangisch der
Überzeugung, dass man einen Gospelchor gar nicht im ursprünglichen Sinn
dirigieren kann. Die spezielle Dynamik der Lieder lässt den Freiraum, auch
Emotionen und Freude zum Ausdruck zu bringen, was stets auch auf die Zuschauer
und Zuhörer in den Reihen überspringt.
Konzerte im In- und Ausland
Im Juni 2000 hatte Gospel Joy durchschlagenden Erfolg mit Konzerten in München und Ingolstadt. Zu den obligaten Weihnachtskonzerten im Oberwallis gesellen sich seither kleine Konzerttouren in die übrige Schweiz und ins benachbarte Ausland. So war man im Frühjahr 2002 u.a. in Luzern, Zürich und Basel, und auch an der ExpO.02 hatte man einen viel beachteten Auftritt, und auch Einladungen an renommierte Gospelfestivals wie jenes in Morges gehören ebenso dazu. Anfang Dezember dieses Jahres war man erneut auf Tour in Deutschland und gab Konzerte in Ingolstadt und Weissenburg. Zum Jahresende stehen nun noch vier Auftritte im Oberwallis auf dem Programm.
Made im Oberwallis
Gospel Joy ist zu Recht stolz darauf,
dass man aus den eigenen Reihen gleich mehrere stimmgewaltige und
ausdrucksstarke Solistinnen präsentieren kann: Inge Schmid-Hilbers, Katja
Kummer, Lilly Andres und Stefanie Imesch. Aber auch die Begleitmusik mit Fredy
Mangisch, André Pfammatter, Uwe Mazotti, Dionys Henzen und Achim Stucky
rekrutiert sich ausschliesslich aus jungen Oberwallisern.
Echte Lebensfreude, Besinnlichkeit,
Hoffnung, Geborgenheit: allen Emotionen freien Lauf lassen an einem der Konzerte
von Gospel Joy im Oberwallis am Montag, 29. Dezember, und am Dienstag, 30.
Dezember, auf der Bettmeralp, jeweils um 20 Uhr in der Pfarrkirche.
Brückenbauer (23. Dezember 2003)