| 2011 Glis |
Presseausschnitte
Walliserbote (26. Mai 2012)
Mamma mia – welche Rasselbande
Schloss-Sänger und Gospel Joy lassen das Zeughaus flippen
Was die Schloss-Sänger und Gospel Joy am Mittwoch, 25. und Donnerstag, 26. Mai im Briger Zeughaus Kultur unter der musikalischen Leitung von Dorothée Steiner auf die Bühne brachten, war herzerfrischend, begeisternd und mitreissend.
Getreu dem Motto „ABBA und appa anners" war das Programm abwechslungsreich und ausgewogen gestaltet. Neben den ABBA-Songs aus den siebziger Jahren hörten wir Zuschauer, dem Repertoire des Chors der Erwachsenen entsprechend, eindrücklich dargebotene Gospels. Selbstverständlich boten die Schloss-Sänger auch das lustige Lied der Rasselbande dar, das sozusagen ihr Logo darstellt, Die älteren Semester im Publikum und auf der Bühne sind mit den ABBA-Songs vertraut, sind sozusagen mit ihnen gross geworden, die jüngeren waren zu deren Glanzzeiten noch nicht auf der Welt und doch vermochte die Interpretation der Lieder zu überzeugen.
Nomen ist Omen, Gospel Joy trägt es im Namen, die Freude am Singen und Tanzen strahlte aus 50 Augenpaaren, Kehlen, Händen und Füssen hinunter in die Ränge und wieder zurück auf die Bühne. Jüngere und etwas Ältere sangen und tanzten sich in die Herzen des Publikums. Auch wenn Choreografin Judith Bärenfaller, welche mit ihrem Lämpchen die Richtung angab, nicht immer gleicher Meinung war wie einzelne ergraute Herren auf der Bühne, konnten wir im Zuschauerraum die Begeisterung der Auftretenden förmlich sehen und spüren. Auch die Solistinnen von Gospel Joy vermochten zu überzeugen, provozierten stimmgewaltig Hühnerhaut, waren schon fast original und bewegend.
Nicht steif dasitzend musizieren wie in viele Orchestersälen üblich, nein, die Musik kam bewegend für die Akteure und für uns Zuschauer daher. Die Musik wurde umgesetzt in Bewegung, wie sie ursprünglich gedacht ist, die Naturvölker tanzen es uns vor. Dass die Schoss-Sänger Freude am ganzheitlichen Musizieren haben, wurde den Zuschauern eindrücklich vor Augen geführt. Das haben sie und wir Zuschauer der Leiterin zu verdanken. Das Gebotene versprach und hielt move und groove. Klare Kinderstimmen, lustvolle Bewegung, lächelnde und ernste Gesichter, glänzende Augen bei verdient grossem Applaus.
Die Band spielte präzise, mitreissend, vorantreibend, temperamentvoll, doch nie aufdringlich. Die Bandmitglieder waren Silvan Holzer, Gitarre, Dionys Henzen, Bass, Dieter Zurbriggen, Schlagzeug und Dorothée Steiner am Piano. Die unterschiedlichen Stile und Melodien wurden von dem Quartett sensibel und einfühlsam interpretiert.
Insgesamt konnten wir einen emotionalen und bewegenden Abend erleben. Herzlichen Dank an alle Auftretenden.
Bruno Andreas Zenhäusern